Krakau-Reisetipps für Geschichtshungrige & Nachtschwärmer

Krakau – eine 700.000-Einwohner Stadt an der Weichsel.
Die schöne Stadt liegt in Polen, in der Nähe der tschechischen Grenze und bietet viele Sehenswürdigkeiten.
Das Land Polen hat in unseren Kreisen oft mit falschen Vorurteilen wie Diebstahl, Schmutz oder anderen negative Eigenschaften zu kämpfen, denen ich nach meiner Reise aber zu 100 Prozent widersprechen kann.
Selten war ich in einer so sauberen Stadt, mit so schöner Architektur und herzensguten Menschen.
Krakau hat nicht nur viele Musseen und kulturelle Sehenswürdigkeiten, sowohl auch ein Mekka für Nachtschwärmer.
Rundum den Hauptmarkt sind viele Restaurants, Bars und Pubs, in jenen man gemütlich das eine oder andere Bier oder einen der heimischen Vodka genießen kann.
In den folgenden Zeilen möchte ich euch einen kleinen Einblick in meinem Kurztrip und Krakau-Reisetipps geben.

 

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Kutsche am Hauptmarkt

 

Reistipps-Krakau

 

 

Die Vorbereitung:

Vor meiner Reise habe ich bereits alles benötige besorgt.
Den Flug und das Hotel habe ich auf expedia.de, die Krakow Card auf der Homepage des Anbieters und die Auschwitz-Tour auf getyourguide.com gebucht.
Mit der Krakow-Card für 3 Tage hat man den Transfer des Flughafens und alle öffentlichen Verkehrsmittel dabei und man hat Möglichkeit über 40 Sehenswürdigkeiten gratis zu besuchen,.
Die Kosten für 3 Übernachtungen, den Flug, die Krakow Card und die Tour nach Auschwitz  haben ca. 400 € betragen.

 

Die Anreise:

Die Reise startet am Flughafen Salzburg, ich und ein Freund, mit Austrian Airlines via Wien nach Krakow flogen.
Dort stiegen wir in einem Bus ein, welcher des Glückes halber, direkt zur Bushaltestelle in der Nähe unseres Hotels fuhr.

Das Hotel:

Ich habe für die Reise das Ibis Krakow Centrum gewählt, welches ein 3 Sterne Hotel mit einem guten Frühstücksbuffet und sauberen Zimmern ist.
Die Lage war sehr zentral und wir waren innerhalb von 10 Minuten zu Fuß direkt im Zentrum von Krakow.
In den 3 Tagen haben wir kein einziges Mal ein öffentliches Verkehrsmittel (außer den Hop on-Hop off Bus und den Transfer vom Flughafen) in Krakau benützen müssen.

 

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Die Sehenswürdigkeiten:

Der Hauptmarkt mit Marienkirchen

Der Hauptmarkt, ein riesiger Platz in Herzen von Krakau, bildet das Zentrum der Altstadt.
Rundum diesen Platz finden sich zahllose Restaurants, Bars und Geschäfte, in denen man eine wunderbare Zeit verbringen kann
In den Tuchhallen am Hauptmarkt können allerlei Andenken, aber auch polnische Erzeugnisse, wie zum Beispiel Bernsteinketten, gekauft werden.

Haupmarkt mit Marienkirche

 

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Tuchhallen

 

 

Schloss Wawel:

Das prunkvolle Königsschloss befindet sich auf einem Hügel neben der Weichsel und gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Krakau.
Es gibt allerhand Touren im Herzen des Gebäudes, welche wir leider nicht besucht haben.
Allerdings kann ich empfehlen, am Abend bei Sonnenuntergang zum Schloss hinauf zu spazieren und den wunderschönen Blick auf die Stadt und den Fluss zu genießen.

 

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Sonnenuntergang vom Schloss Wawel aus

 

Auschwitz-Birkenau:

Das größte Vernichtungslager im 2. Weltkrieg liegt ungefähr 60 Kilometer außerhalb von Krakau und mithilfe von gebuchten Touren kommt man leicht dorthin.
Die unvorstellbar schrecklichen Dinge, die während des Krieges in Krakau/Auschwitz passiert sind, gehören (leider) genauso zur Geschichte der Stadt.
Wir hatten eine Tour im Internet bereits vorher gebucht und wurden zu einem ausgewählten Zeitpunkt am Hotel abgeholt.
Zusammen mit 5 anderen Besuchern wurden fuhren wir zuerst zum Konzentrationslager Auschwitz und besichtigen die Anlage dort.
Nach einer ca. 2-stündigen Tour ging es weiter mit dem Shuttle nach Birkenau, um dort die Überreste des Vernichtungslagers anzusehen.
Es ist kaum vorzustellen bzw. möchte an es sich gar nicht vorstellen, welche grausamen Dinge in diesen Gebäuden vorgefallen sind, aber es ist dennoch wichtig an dies immer wieder zu erinnern, damit so etwas nie wieder passiert.

 

 

 

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Vernichtungslager Birkenau

 

 

Those wo do not remember the past, are condemned to repeat it. – George Santayana

 

 

Schindlers Fabrik:

In den alten Gemäuern der Fabrik von Oskar Schindler, bekannt aus dem weltberühmten Film “Schindlers Liste”, findet sich eine sehr interessante Ausstellung über die Geschichte der Juden im zweiten Weltkrieg.
Die Ausstellung ist wie eine Art Zeitreise aufgebaut und zeigt mit vielen Bildern, Relikten und Filmen, wie es den Juden im 2. Weltkrieg in Krakau ergangen ist.

 

Das Essen:

Nach dem weniger erfreulichen Dingen, komme ich zu einem schöneren Thema, dem Essen.
Krakau bietet eine sehr große Auswahl an Restaurants und Cafes mit leckeren Gerichten.
Es gibt neben Steak- und Kebaphäusern, viele Restaurants mit traditioneller polnischer Küche, die viel von Fleisch, Kraut und Pilzen geprägt ist
Weiters kann ich auch die hervorragende Pralinen, in einer der vielen Konditoreien wärmstens empfehlen.

 

 

Die Kosten:

Wenn wir von einer Reise sprechen, möchten wir natürlich auch die Kosten für diesen Spaß wissen.
Da Polen bzw. Krakau für mitteleuropäische Verhältnisse noch sehr günstig ist, bekommt man für sein Geld dort wirklich was geboten.
Bei einem Abendessen mit 2 Getränken und einer ordentlichen Hauptspeise, darf man ca. mit 12-15 Euro rechnen.
Die Halbe Bier vom Fass kostet ca. 2-3 Euro und ein Cocktail kann bereits ab 3-4 Euro genossen werden.
Alles in allem hat mich die Reise inkl. Mitbringsel (Schmuck, Vodka) ca. 570 Euro gekostet, was ich für absolut angemessen und günstig halte.

 

Alles in Allem kann ich Krakau als Städtereise jedem nur ans Herz legen.
Es ist eine wunderschöne Stadt, mit viel Lebensqualität und gutem Essen.
Es kann viel besichtig werden oder einfach nur mit einem Bier im Gastgarten entspannt werden.

 

Folge:

4 Kommentare

  1. 7. Juni 2017 / 11:43

    Ich war vor einem Monat das erste Mal in Krakau und hab mich dort auf Anhieb wohl gefühlt. Hab zufälligerweise auch im Ibis gewohnt 😉 Die Stadt ist wirklich empfehlenswert, vor allem das Essen hat es mir angetan!
    Liebe Grüße, Christine

    • SarahSandhofer11
      13. Juni 2017 / 18:18

      Das hört sich ja super an! Ja die Stadt versprüht echt gewisses Flair, sodass man sich gleich wohl fühlt!
      Hee cool, was für ein Zufall, hat es dir gefallen?
      Du hast echt einen schönen Blog!
      Alles Liebe Sarah

  2. 9. Juni 2017 / 5:22

    Hallo Sarah,
    Ein interessanter Bericht. Das Schloss sieht gut aus und ich kann mir sehr gut vorstellen, wie schön der Sonnenuntergang, von dort oben aus betrachtet, gewesen sein muss.
    Ich finde es auch wichtig, dass man Auschwitz als so schrecklichen Ort besuchen kann. Das darf nie in Vergessenheit geraten. Dass man aber die alte Fabrik von Schindler zu einem Museum umgebaut hat, wusste ich nicht. Danke für den Tip 🙂

    Liebe Grüße
    Tom von blog.reisezeitz.de

    • SarahSandhofer11
      13. Juni 2017 / 18:22

      Hallo Tom,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Das freut mich natürlich sehr, dass dir mein Bericht über Krakau gefallen hat.
      Ja, der Sonnenuntergang beim Schloss war wirklich sehr schön.
      Da hast du Recht – auch dieser dunkle Teil unsrer Vergangenheit gehört zur Geschichte und darf nicht vergessen werden.
      Das Museum in der Fabrik von Schindler ist interessant und sehr empfehlenswert.

      Liebe Grüße Sarah

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